Kommandanten, seit dem 25. Mai laufen die Distributionszentren heiß — und jetzt liegt zum ersten Mal ein belastbarer Lagebericht vor. Archon Studio hat am 2. Juli ein Versand-Update nachgeschoben, das nicht mit vagen Versprechen hantiert, sondern mit Zahlen. Rund 300.000 einzelne Boxen stecken in den Pre-Orders für StarCraft: Tabletop Miniatures Game. Ein guter Teil davon ist bereits unterwegs.
Wer die Kampagne von Anfang an verfolgt hat, kennt das Grundmuster: erst der Termin, dann das lange Warten am Fenster. Diese Meldung schließt genau die Lücke, die seither offen war — wo stehen die Pakete wirklich?
Die Lage nach Regionen
Fangen wir bei den USA an, dem größten Operationsgebiet. Rund 73 Prozent sind draußen — 6.000 von 8.400 Bestellungen. Die restlichen Container sollen in der Woche nach dem Update rausgehen. Für einen Markt dieser Größe ist das eine solide Quote.
Kanada, lange ein Sorgenkind (bei der Ankündigung im Mai wurde für die Zölle dort noch verhandelt), ist jetzt geklärt: 1.262 Bestellungen, Container-Versand vom 3. bis 7. Juli. Großbritannien folgt mit 740 Bestellungen zwischen dem 6. und 8. Juli. Australien und Neuseeland — zusammen 911 Bestellungen — rollen vom 9. bis 14. Juli.
Und die EU? Hier wird direkt ab Werk verschickt, ganz ohne den Umweg über einen Container-Hub. 2.270 von 5.883 Bestellungen (EU plus die Kategorie „Rest of World“) sind bereits raus. Archon peilt an, alle verbliebenen Bestellungen noch in der ersten Julihälfte aus dem Lager zu bekommen.
Kleiner Realitätscheck an dieser Stelle: „aus dem Lager“ heißt nicht „im Briefkasten“. Vom Werksausgang bis zur Haustür rechnet Archon mit rund zwei Monaten. Wer also diese Woche eine Versandbenachrichtigung bekommt, sollte den Kalender trotzdem nicht zu eng takten.
Zoll, Tracking und der Retail-Rückstau
Die vielleicht wichtigste Nachricht für alle mit empfindlichem Konto: Archon wickelt die Zollabwicklung für EU, UK, USA, Kanada, Südkorea sowie Australien und Neuseeland selbst ab. Für diese Regionen gibt es keine böse Überraschung an der Haustür. Alle übrigen Länder laufen mit 0 % Steuer raus — dort trägt der Besteller mögliche Einfuhrabgaben selbst. Immerhin klar kommuniziert, statt im Kleingedruckten versteckt.
Beim Tracking gilt eine simple Regel: Nummern kommen erst, wenn die Bestellung den lokalen Hub verlässt — nicht schon beim Werksausgang. Adressänderungen sind noch möglich, aber nur solange die Sendung nicht zu weit im Prozess steckt. Wer kürzlich umgezogen ist, wartet damit besser nicht bis morgen.
Und der Einzelhandel? Der zieht den Kürzeren. Archon hat das Retail-Startdatum um rund einen Monat nach hinten geschoben, damit die direkten Pre-Order-Kunden ihren Vorsprung behalten. Wer vorbestellt hat, kommt zuerst dran. Wer im Laden warten wollte, wartet etwas länger. Punkt.
Meine Lagebeurteilung
Was mich an diesem Update überzeugt, ist die Granularität. 6.000 von 8.400, 1.262 Kanada-Bestellungen, konkrete Kalenderfenster pro Region — das ist die Art Transparenz, die Crowdfunding-Projekte gern schuldig bleiben, sobald das Geld eingesammelt ist. Hier gibt es Klartext statt Nebelkerzen.
Heißt das, alles läuft reibungslos? Nein. 300.000 Boxen über ein halbes Dutzend Regionen zu verteilen, ist ein logistischer Kraftakt, und die Zwei-Monats-Spanne bis zur Haustür wird für manche zur echten Geduldsprobe. Aber ein Hersteller, der Zahlen nennt statt Ausreden, macht in meinem Buch mehr richtig als falsch.
Also, Kommandanten: Tracking-Nummer schon da, oder starrt ihr noch auf ein leeres Statusfeld? Meldet eure Lieferlage in den Kommentaren — je nach Region ergibt sich daraus ein ganz brauchbares Stimmungsbild.
Quellen: Pre-Orders Shipping Update and Regional Fulfilment (starcraft-tmg.com, 2. Juli 2026) · Archon Studio – StarCraft: TMG Blog
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